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25. Mai

Reaktivierung der Bibertbahn: Welche Ziele verfolgt die Politik?

Die moderne Bibertbahn

Die private Eisenbahngesellschaft RSE (Rhein-Sieg-Eisenbahn) hat dem Landkreis Fürth in Aussicht gestellt, die Reaktivierung der Bibertbahn ohne Kostenbeteiligung des Landkreises und der Städte Oberasbach und Zirndorf zu stemmen. Für dieses finanzielle Engagement benötigt die RSE eine finanzielle Sicherheit zur Amortisation der hohen Investitionskosten. Eine mögliche Sicherheit wäre die Bestellung von Zugverkehr über den Standardzeitraum von 12 Jahren durch die BEG (Bayerische Eisenbahngesellschaft) hinaus.

Gemäß einer Anfrage vom Landtagsabgeordneten Dr. Peter Bauer der Freien Wähler lässt das Gesetz ausdrücklich bei hohen Investitionen eine längere Laufzeit der Verkehrsverträge zu. Die BEG schreibt: „Was nun Ihre Frage bzgl. der Laufzeit der Verkehrsverträge betrifft, haben Sie Recht, dass nach der VO (EG) 1370/2007 grundsätzlich eine maximale Laufzeit von 15 Jahren festgeschrieben ist, erforderliche hohe Investitionen im Einzelfall aber auch längere Laufzeiten ermöglichen können.“ Die Verordnung eröffnet hier einen Spielraum von bis zu 22,5 Jahren. Wenn die Politik diesen gesetzlichen Rahmen nutzt, könnte der private Investor das Projekt alleine finanzieren.

Im gleichen Schreiben weist die BEG auf die mangelnden Fahrgastzahlen hin: „Von Seiten des Freistaats gilt jedoch als Grundvoraussetzung für die Prüfung einer zu reaktivierenden Strecke auf dem zu reaktivierenden Abschnitt eine Querschnittsbelastung von mindestens 1000 Pkm/km Betriebslänge bei einem 60-Minuten-Takt. Die wurde hier nicht nachgewiesen, denn für einen Stundentakt wurde lediglich eine Querschnittsbelastung von 750 Reisenden ermittelt.“ Es ist absolut unverständlich, dass hier mit alten Zahlen gerechnet wird. Im August 2011 hat der VGN in Absprache mit dem Landkreis Fürth eine neue Fahrgastpotenzialabschätzung erstellt. Grundlage ist eine geänderte Linienführung der Buslinie 113. Sie dient jetzt als Zubringer für die Bibertbahn in Leichendorf und für die Rangaubahn am Bahnhof Zirndorf. In diesem Szenario erreicht die Bibertbahn 2010 Pkm/km in einem 30min-Takt und erfüllt damit die Norm. Weiter profitiert auch die Rangaubahn mit einem Zuwachs von Fahrgästen.
Die Ergebnisse der neuen Potenzialanalyse wurden im Herbst in einer Kreistagssitzung bekanntgegeben. Jetzt müssen die Verantwortlichen in der Politik Farbe bekennen, ob sie die Voraussetzungen schaffen wollen, unter denen ohne Kostenbeteiligung der Kommunen die Bibertbahn wiederbelebt werden kann.