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Bund Naturschutz / Agenda-Forum

Blumen aufs Flachdach? -Ein Stück Natur schaffen!

Zu einem Fachvortrag über die Begrünung von Dächern hatten das Agenda-Forum Puschendorf, der Bund Naturschutz, der Obst- und Gartenbauverein sowie die Gemeinde Puschendorf in die Eichwaldhalle eingeladen. Der Referent Harald Grüner von der gleichnamigen Puschendorfer Firma spannte als Referent einen weiten Bogen über ein sehr interessantes Thema.

Man erfuhr dabei, dass Dachbegrünungen nicht nur auf Flachdächern, wie z.B. Garagen, vorgenommen werden können, sondern selbst auf steilen Hausdächern mit 45 Grad Neigung und mehr.

Ein begrüntes Flachdach bietet im Wohnumfeld Vorteile, die sofort "ins Auge springen".Wer möchte nicht statt einer schwarzen oder grauen Fläche seines Garagendaches eine grüne oder sogar blühende, zusätzliche Gartenfläche vor dem Fenster haben? Diese schafft Lebensraum für Pflanzen und Tiere, der der Natur zuvor durch den Bau entzogen wurden. Die Pflanzen produzieren Sauerstoff und filtern Staub aus der Luft.

Die besonderen Vorteile eines begrünten Daches für den Bauherrn und auch für die Allgemeinheit sind vielfältig: Eine grüne Decke schützt das (Flach-)Dach vor starken Temperaturschwankungen, also großer Hitze und großer Kälte. Die isolierende Wirkung des Gründaches bezüglich Temperatur und Schall können sich besonders Bauherren beim Hausneubau zunutze machen.

Besonders ein weiterer Aspekt wird künftig immer wichtiger werden: Gründächer halten Regenwasser in erheblicher Menge zurück. Selbst wenn der Abfluss des Daches noch an den öffentlichen Kanal angeschlossen ist (was meist unnötig ist), gelangt bei einem starken Regenguss nur ein kleiner Teil des Wassers überhaupt noch in den Kanal. Ein Großteil wird vom Gründachaufbau gespeichert, von den Pflanzen aufgenommen oder verdunstet. Nur der Rest gelangt - zeitlich sehr verzögert - in den Kanal und in die Kläranlage. Bei einer künftigen Änderung der Abwassergebührensatzung könnten solche begrünten Flächen finanzielle Vorteile genießen.

Idealerweise sollten Gründächer bereits beim Neubau vorgesehen werden. Aber zumindest bei Flachdächern und besonderes bei Garagendächern ist auch eine nachträgliche Begrünung problemlos möglich. Wer keine zwei linken Hände hat, kann dies sogar selbst machen. Entscheidend ist aber, sich vorher detailliert zu informieren und die Begrünung gut zu planen. Die wichtigsten Voraussetzungen: Das Dach muss ausreichend tragfähig und der alte Dachaufbau dicht sein, damit das Bauwerk auch dauerhaft keinen Schaden nimmt.

Die Belastung des Daches durch eine sog. extensive Begrünung (also mit einfacheren, flachen Pflanzen, wie etwa Sedum-Arten) liegt bei ca. 60 bis 150 kg je Quadratmeter, je nach Gründach-Aufbau. Beton-Fertiggaragen haben oftmals vom Hersteller Freigaben bis 350 kg/m² oder mehr.

Damit später nicht erheblicher Mehraufwand droht, muss das bisherige Dach vor den Arbeiten absolut dicht sein. Weiterhin ist der Wurzelschutz entscheidend, denn selbst die Wurzeln kleinerer Pflanzen können enorme Kräfte entwickeln. Hierfür gibt es Wurzelschutzfolien, wie sie auch bei Gartenteichen zum Einsatz kommen. Wer sich an das Thema Dachbegrünung nicht selbst herantraut, kann sich aber auch der Dienste von Fachfirmen bedienen.